Schule mit Courage

Liebe Leser*innen !

Im Oktober 2020 ist an unserer Schule auf Initiative einzelner Schüler*innen eine Projektgruppe entstanden, die sich gegen Diskriminierungen aller Art wendet.

60 Schüler*innen aller Jahrgangsstufen haben sich seitdem in abendlichen Videokonferenzen getroffen, um im Sinne des gleichnamigen Netzwerks https://www.schule-ohne-rassismus.org/

Schritte in die Wege zu leiten, um ihr Anliegen an unserer Schule sichtbar zu machen und den Alltag der Schulgemeinde mit Informationen, Diskussionen, Projekttagen und Veranstaltungen zu inspirieren.

In diesem Bereich der Homepage der SV der Tilemannschule soll es nun beginnen. Am Ende soll eine Art Selbstverpflichtung stehen, für die sich unsere Schulgemeinde entscheidet:

„ Ich setze mich dafür ein, dass meine Schule nachhaltige Projekte, Aktionen und Veranstaltungen durchführt, um Diskriminierungen zu überwinden.

Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, dann wende ich mich dagegen, spreche dies an und unterstütze eine offene Auseinandersetzung, damit wir gemeinsam Wege finden, einander respektvoll zu begegnen. Ich bin aktiv, damit meine Schule jedes Jahr Projekte gegen alle Formen von Diskriminierung durchführt. “

Dies ist also ein Projekt, das sich an alle Menschen, die an einer Schule lernen, lehren oder arbeiten, richtet. Schließlich prägen sie alle die Stimmung im Schulalltag und bestimmen gemeinsam, ob ein offenes Schulklima gelebt wird, in dem sich alle wohlfühlen und ob an der Schule jede Form von Gewalt und Diskriminierung geächtet wird.

Nach Einrichtung unseres Informationsportals nun wird unser nächstes Ziel sein, im ersten Halbjahr des Schuljahres 2021/22 eine Abstimmung zu organisieren, denn wenn mindestens 70 Prozent der Schulgemeinde das Selbstverständnis einer Courage-Schule annehmen wollen und dafür stimmen, kann die Schule in das Netzwerk „Schule mit Courage“ aufgenommen werden.

Der Titel sagt übrigens nichts aus über die bisherigen Aktivitäten der Schule. Er ist keine Auszeichnung, kein Preis und keine Belohnung für zurückliegende Projekte. Er ist kein Zertifikat, Siegel oder Garantieschein, der behauptet: An dieser Schule gibt es keinen Rassismus. Dies anzunehmen wäre schon deshalb Unsinn, weil es keine einzige Schule gibt, an der niemals Diskriminierung stattfindet.

Der damit verbundene Titel und das Logo des Netzwerks im Eingang der Schule ist also kein Titel, kein Zauberstab, der menschenfeindliche Einstellungen wie Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Muslimfeindlichkeit oder die Herabwürdigung von Frauen einfach ausradiert. Ab jetzt wollen sich viele Menschen an dieser Schule aktiv gegen Ungleichwertigkeitsdenken und Diskriminierungen jeder Art einsetzen. Darauf kommt es an, daran soll täglich erinnert werden.

Ich bedanke mich vor allem bei den Schüler*innen, die in dieser ersten Phase Verantwortung und Gruppenleitungen übernommen haben und weiter übernehmen werden:

Dies sind Tjorven Druck (Link zu LGBTQ+), David Ludwig (Link zu Rassismus), Miriam Conrad (Link zu Sexismus), Luise Röseler/Christian Willwacher (Link zu Klassismus) und Marie Gillen (Homepage). Aber auch bei allen anderen, die mit ihren Texten und Ideen zu einem gelungenen Beginn beigetragen haben.